Osttirol hat schon Schnee

Familienskifahren am Wilden Kaiser

08.01.2014 Kommentare (0) Urlaubsregionen, Winter

Rennschlitten, Schalengge und schwedische Lenkbobs

Wer seinen Winterurlaub in Pfronten verbringt, ist nicht nur umgeben von den familienfreundlichsten Skigebieten des Allgäus, sondern hat von der längsten Naturrodelbahn im Alpenraum zum kinderfreundlichen Schlittenhügel auch eine große Vielfalt an Rodelstrecken zur Auswahl. In Pfronten hat das Rodeln eine lange Tradition. Vor Jahrhunderten wurden hier bereits mit großen Hörnerschlitten, den sogenannten „Schalenggen“, im Winter Heu und Brennholz vom Berg ins Tal befördert. Was früher beschwerliche Arbeit war, stellte heute ein vergnügliches Brauchtumsfest dar, bei dem sich Wagemutige halsbrecherische Wettfahrten mit den alten Gefährten liefern. Und wen das Rodelfieber gepackt hat, der kann einem echten Pfrontener Mächler, wie die Handwerker im Allgäu genannt werden, sogar bei der Herstellung eines solchen Hörnerschlittens auf die Finger schauen.

Die längste Naturrodelbahn im deutschen Alpenraum   

  • Das Pfrontener Schalenggen Rennen findet jährlich am Faschingssamstag statt und lässt die alte Tradition wieder lebendig werden. Foto: Pfronten Tourismus
  • Besonders bei Kindern ist das Rodeln in Pfronten sehr beliebt. Foto: Pfronten Tourismus
  • Rasante Schlittenfahrt auf der Hochalp. Foto: Pfronten Tourismus

Wer beim Rodeln weit hinunter will, muss zuerst hoch hinauf. Mit Gondel und Sessellift erobern die kleinen und großen Schlittenfans bequem den Breitenberg – Rodel können direkt an der Talstation geliehen werden. Vom Gipfel ins Tal flitzen Urlauber und Gäste hier über 6,5 Kilometer auf der längsten und schönsten Naturrodelbahn im deutschen Alpenraum. Bevor es mit Schwung bergab geht, genießen die Kurvenschneider noch eine grandiose Aussicht von der Hochalpe (1677 m) über die winterliche Allgäuer Berglandschaft. Die Hochalp Hütte und das Berghaus Allgäu laden mit Allgäuer Hüttenflair auf ihre Sonnenterrassen ein. Für fleißige Rodler bietet sich auch ein halbstündiger Fußmarsch zur Ostlerhütte an, bei der sich die verdiente Brotzeit mit grandiosem Tal- und Fernblick einnehmen lässt. Höhepunkt ist die kurvenreiche Abfahrt auf dem „Ostlerforstweg“. Zurück im Tal bringt der Bus die Rodler dann samt Schlitten wieder zur Talstation der Breitenbergbahn. Eine weitere Naturrodelbahn befindet
sich im Ortsteil Pfronten Kappel. Der Ausgangspunkt ist der öffentliche Parkplatz in Pfronten Kappel, von dort geht es zu Fuß hinauf zur Hündeleskopfhütte (1198 m) oder weiter zur Kappeler Almhütte (1350 m). Schon allein der vier Kilometer lange Aufstieg ist ein besonderes Erlebnis. Durch den stillen Bergwald wandern warmeingepackte Winterfans mit Blick über das Pfrontener Tal und dem Rodel im Schlepptau voller Vorfreude die Bahn hinauf. Zurücklehnen dürfen sich die Rodler dann beim Einkehrschwung auf der Kappeler Alm, wo sich beim „Geistlichen“ am Kachelofen die kalten Füße schnell aufwärmen, bevor es schwungvoll ins Tal geht.

Rodeln auf Schwedisch – aber allgäuerisch   
Wem das klassische Rodeln zu wenig Abenteuer bringt, der steigt in Pfronten auf den Stiga-Bob um und rast mit dem schwedischen Lenkschlitten auf zwei Skiern anstelle der Kufen ins Tal. Dank des Lenkrads ist der Bob besonders wendig und kann jedem Hindernis schnell ausweichen – der Vordermann wird es danken. Mit den breiten Kufen können echte Rodelfans auch abseits der vollen Pisten auf tiefem Schnee dahingleiten ohne einzusinken. Geführt und betreut werden die wagemutigen Neuentdecker auf ihrer Tour von einem ausgebildeten Guide – Ausrüstung inklusive. Nach einer kurzen Einweisung beherrschen auch Rodel-Neulinge den Lenkbob und das rasante Wintervergnügen kann losgehen. Geführte Touren finden nach Vereinbarung statt und zur Auswahl stehen drei unterschiedliche Routen mit einer Dauer von zwei bis drei Stunden. Weitere Infos: www.freudig.de

Allgäuer Brauchtum auf die Hörner genommen   
In Pfronten hat das Rodeln bereits eine lange Tradition. Diese Tradition wird jährlich am Faschingssamstag wieder belebt, wenn sich bis zu 200 mutige Teilnehmer mit den als „Schalenggen“ bezeichneten hölzernen Hörnerschlitten im Pfrontener Ortsteil Kappel den 1.000 Meter langen Hang hinabstürzen. Geschichtlicher Hintergrund des Spektakels ist der Transport von Holz und Heu, das im Winter von den Pfrontener Bauern mit den Schalenggen vom Berg ins Tal gebracht wurde. Mittlerweile ist daraus ein Ereignis geworden, bei dem die Besucher, Einheimische wie Urlauber, jedes Jahr eine bunte Mischung aus Klamauk, unfreiwilligen Stürzen, Bewirtung, Musik und urigen Verkleidungen erleben. Am 1. März 2014, ab 12 Uhr ist es wieder soweit. Bis heute sind dabei nur Original-Schalenggen in der überlieferten Form zugelassen – einige sogar wie anno dazumal mit Heu oder Holz beladen. Eine Besonderheit beim Schalenggen-Rennen: Jeder Teilnehmer gewinnt, solange Pilot und zumindest Bruchteile des
Schalenggen gemeinsam ins Ziel trudeln. Und nicht nur der schnellste, sondern auch der langsamste Fahrer erhält einen Pokal. Denn beim Schalenggen-Rennen in Pfronten, für das jährlich ein ganzes Dorf auf den Beinen ist, geht es nicht ums Gewinnen sondern darum, alte Traditionen wieder lebendig werden und sowohl Einheimische als auch Besucher am Allgäuer Brauchtum teilhaben zu lassen.

70 Stunden Handarbeit für einen Schlitten   
Wie so ein traditioneller Hörnerschlitten hergestellt wird, das erleben Brauchtumsfans in Pfronten hautnah bei dem Pfrontener Mächler Ulrich Gast. Seit über 20 Jahren beherrscht er dieses ausgestorbene Handwerk und stellt es bei Interesse auch Gästen vor. Etwa 70 Stunden Arbeitszeit stecken in einem original Allgäuer Hörnerschlitten. Jedes Detail entsteht in Ulrich Gasts Werkstatt, als gelernter Schmied macht er sogar die Eisenbeschläge selbst. Da die Fahrt beim Schalenggenrennen nur mit originalgetreuen Rodeln bestritten werden darf, müssen alle jungen Pfrontener sich ihre Hörnerschlitten bei Ulrich Gast abholen.

Preisbeispiel „WinterTräume-Genuss“:  Vier Tage Winterurlaub in Pfronten gibt es bereits ab 174,00 Euro pro Person im Doppelzimmer, in einer zertifizierten Unterkunft.
Darin enthalten:

• Begrüßungsgeschenk
• kleines Schmankerl als Willkommens-Gruß im Pfrontener Braugasthof
• geführte Schneeschuhtour inklusive Leihausrüstung
• Rodeln auf der längsten Naturrodelbahn im Allgäu – Ostlerforstweg auf dem Breitenberg, 6,5 km lang –  inklusive Rennrodel
• Winterwander- und Freizeitkarte
• Schlittschuhlaufen in der Eishalle Pfronten
• Gästeprogramm Pfronten Tourismus laut aktuellem Veranstaltungskalender: Winterwanderung „Schneestern“ (Montag), Winterwanderung für Körper, Geist & Seele (Dienstag), Fackelwanderung ins Vilstal mit Wildfütterung (Mittwoch), Wanderung „Horizonte Erweitern“ (Donnerstag), Ausflugsfahrt zur Wildfütterung (Freitag), Kreativkurse im Werkstadl (Samstag), uvm.
• KönigsCard: Eine Karte – über 250 unvergessliche Erlebnisse: Mit der KönigsCard stehen Urlaubern in Pfronten alle Wege offen – und zwar kostenfrei. Jeder Gast, der bei einem der ausgezeichneten KönigsCard Partnerbetriebe nächtigt, bekommt seine persönliche KönigsCard bei der Anreise. Die Karte gilt für die gesamte Aufenthaltsdauer, also auch am An- und Abreisetag.

Weitere Informationen findet Ihr hier: www.pfronten.de

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