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Ein Tag im Schnee (und in den Hütten) am...

18.12.2017 Comments (1) Skigebiete, Urlaubsregionen, Winter

Eine halbe Stunde hoch überm Schnee am Latemar

Wer „nur“ zum Skifahren will, der findet in den Alpen ungezählte Ziele. Wer zum Skifahren und Schlemmen will, der landet gerne in Südtirol. Und wer zum Skifahren, Schlemmen und Berge-Sightseeing will, der sollte sich einmal das Latemar samt Obereggen und seinen Skipisten anschauen. Wir waren für Euch auf der Piste und ÜBER der Piste unterwegs.

 

Es hat geschneit heut nacht. Einen satten Viertelmeter feinsten Powder. Und wir stehen etwas unterhalb von Obereggen am Blockheizkraftwerk (auch dieses wäre eine eigene Story wert, die zeigt, wie ernst es die Obereggener mit Regionalität und Nachhaltigkeit meinen) am „Heliport Obereggen„. Stehen ist etwas übertrieben, wir ducken uns hinter ein Mäuerchen – denn es staubt doch gewaltig, als unser Pilot Georg Graf landet. Schnell sind wir im sechssitzigen Helikopter verstaut – und schon startet ein halbstündiger Rundflug über das Eggental und das Skicenter Latemar, das wir anschließend noch unsicher machen werden.

Unser Pilot ist, wie so viele Obereggener, eigentlich ein Hotelier (auch die Geschichte von Obereggen, wo Anfang der 1970-er Jahre nur einige Bergbauernhöfe standen, ware eine eigene Story wert 😉 ). Außerdem fliegt er private Rettungsflüge, Versorgungsflüge – und bisweilen nimmt er Touristen in Bozen und im Eggental mit auf seiner Tour durch die Lüfte. Das ist weder ganz billig noch lässt es mein ökologisches Gewissen ganz unberührt – doch umso beeindruckender ist diese Flug-Experience.
Das grazile Insekt mit den vier Rotorblättern hebt sanft ab, die erste Nervosität ist schnell der Neugierde gewichen, was des denn alles aus den Panoramafenstern des Helis zu betrachten gibt. Zunächst einmal orientieren wir uns in Richtung Berge. Vor uns liegt der Latemar-Stock, wir halten auf den Rosengarten zu – das Massiv ist ein gutes halbes Dutzend Kilometer lang und eines der markantesten Highlights der Dolomiten, die wiederum zum UNESCO Weltnaturerbe gehören.

Doch so schön der Rosengarten ist, mir bleibt das Staunen im Halse stecken, da uns die Felsen mit Tempo 200 immer näher entgegenschießen. Nun gut, unser Pilot macht das ja nicht zum ersten Mal – er dreht ab und fliegt uns in „gemäßigtere Zonen“, wir überqueren mit einer Extrapirouette das Kloster Maria Weißenstein und anschließend die Bletterbachschlucht, ehe wir uns zum Abschluss des halbstündigen Rundflugs noch das Skiegebiet anschauen. Imposant vor allem der höchste Punkt des Skigebiets, der Zanken – an dem wir uns am Nachmittag noch eine sanfte Röte für die Nasenspitze holen werden. Und eben die Latemar-Kette mit ihren markanten Felsformationen.

Noch einige Funksprüche und unser schwarzer Helikopter setzt wieder zur Landung am „Heliport Obereggen“ an. Mit erstaunlich weichen knien und vollgepumpt mit Adrenalin steigen wir aus – und sehen zwei Minten später den Heli auch schon wieder entfliegen. „Wenn du es träumst, kannst Du es tun“, steht auf den Flyern von GRS Heli Tours, der Firma von Pilot Georg Graf. War ein Traum!

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One Response to Eine halbe Stunde hoch überm Schnee am Latemar

  1. […] Lande, auf Rodel und Skiern und in der Luft hat Papa das Eggental schon bereits – aber noch nicht auf zwei Rädern. Wird hiermit […]

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