Die Checkliste für den Ski-Urlaub mit Kindern 

Die Kitzbüheler Alpen in der Safari-Variante

23.01.2018 Comments (1) Skigebiete, Urlaubsregionen, Winter

Am Tag nach der Streif auf der Streif in Kitzbühel

Ja bist deppert? Am Tag nach der Streif haben wir in Kitzbühel die legendäre Abfahrt mal genau inspiziert – und waren baff beeindruckt, wie man diese Wahnsinnsabfahrt in unter zwei Minuten bewältigen kann.

 

1 Minute, 56 Sekunden und 20 Hundertstel hat der deutsche Sensationssieger Thomas Dreßen tags zuvor gebraucht – nach 39 Jahren gab’s erstmals wieder einen deutschen Siegen. Wie soll ich sagen: Einen Tag später war wieder ein Deutscher unterwegs – und hat sich die legendärste Ski-Abfahrt der Welt in knapp 35 Minuten angeschaut. Das schöne für die Winter-mit-Familie-Familie: Es gibt auch eine Streif-Familienabfahrt vom Hahnenkamm – die ist selbst am Nachmittag für Jung und Alt gut befahrbar, und immer wieder blickt man auf die steile Strecke für die Profis.

Unser Exkurs an die Strecke: Abstecher mit dem Zauberteppich zum Startschuss. Hier im Starthäusl beschleunigen die Fahrer derart, dass sie die ersten 160 Meter bis zur „Mausefalle“ in 8,5 Sekunden schaffen.

Die Mausefalle ist die steilste Passage der Streif. Hier gibt’s 86 Prozent Gefälle, die Sprünge gehen bis zu 80 Meter weit, das Tempo liegt bei bis zu 120 Stundenkilometern.

In der Karussellkurve fährt der Experte zwar „nur“ 80 km/h, es wirken jedoch Fliehkräfte von 3,1 G auf die Fahrer.

Der Steilhang wird immer schön eisig präpariert, knapp unter 100 km/h.

Am Brückenschuss ist die schmalste Strecke der Streif, Tempo 110.

Es folgt das Gschöss, einzige Durchschnaufpassage mit 650 Metern bei 90 km/h.

Am Seidlalmsprung ist die Hälfte der Strecke erreicht. Meine Uhr steht bereits bei 20 Minuten.

Der Lärchenschuss ist das zweite Gleitstück bei gut 1oo km/h.

Nach dem Oberhausberg folgt die Hausbergkante. Die wahnsinnigste Stelle der Abfahrt, die einem beim blanken Hingucken das Blut gefrieren lässt.

In der Hausberg-Kompression steigern die Profis die Fliehkraft auf 3,5 G.

Nach der Traverse folgt der Zielschuss, manche Fahrer erreichen hier 140 Stundenkilometer.

Es folgen die Zielkompression und der Zielsprung bei gut 120 km/h.

…und wenn alles geklappt hat, dann jubeln jetzt Zehntausende Menschen. Ich bin völlig durchgeschwitzt und baff, was die Jungs hier leisten! Fazit: Wenn Jonas oder Timmi mal Profi-Ski-Rennläufer werden wollen, leg ich ein Veto ein 😉

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One Response to Am Tag nach der Streif auf der Streif in Kitzbühel

  1. […] Der zweite Tag führt uns an den Wilden Kaiser. Der Hanslingerhof in Brixen im Thale – das war Papas Ausgangspunkt zu ausgedehnten Exkursionen in der Skiwelt Wilder Kaiser schon vor 20 Jahren. Inzwischen hat sich einiges getan, das damals schon große Skigebiet ist durch den Zusammenschluss mit Westendorf und via „KI-West“ hinüber nach Kirchberg und Kitzbühel noch größer geworden – und vor allem: echt besser. Diesmal steigen wir in Hopfgarten ein: Wo früher eine halbstündige Fahrt im Zweiersessel hinauf in Richtung Hohe Solva anstand, bringt uns heute eine komfortable Gondelbahn hinauf auf das Plateau unterhalb der markanten Hohen Salve. Wir schnuppern nur kurz ins Skigebiet hinein, begeben uns auf die Talabfahrt nach Brixen, von wo wir über das Skigebiet Westendorf und die Bahn „KI-West“ einen Anschluss zum mondänen Skigebiet in Kitzbühel hätten. Heute fahren wir lieber mit dem Skibus, denn wir sind erstens spät dran und zweitens ist nicht ganz sicher, ob die Verbindungsbahn wegen des aufziehenden Sturms nicht doch noch den Betrieb einstellt. Über die für österreichische Verhältnisse fast schon altertümliche Fleckalmbahn (sie stammt aus den späten 1980er-Jahren…) steigen wir ein ins Skigebiet und hangeln uns hinüber in Richtung Kitzbühel – man siehts tatsächlich an der steigenden Anzahl an Bogner-Skijacken, dass man dem noblen und so traditionsreichen Skigebiet näherkommt. Unser Tagesabschluss ist ein imposanter: Wir fahren einen Tag nach dem Weltcuprennen auf und entlang der Streif hinab ins Tal und nach Kitzbühel, wo wir an der Hahnenkammbahn-Bahnstation wieder direkt nach Oberndorf zurückfahren können. Einen ausführlichen Bericht über die halsbrecherischen Passagen findet ihr hier. […]

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