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Crans Montana – Landschaft wow & jede Menge Wintersport

Crans Montana – ein Name, der jedem Wintersportfreund in den Ohren surrt. Der Ort klingt nach Wintersporttradition und Weltcups. Auch ein bisschen nach dem Leben der Reichen und Schönen früherer Jahrzehnte, nach Villen und Chalets. Eher also kein Ort, wo man mit seiner Familie und womöglich noch zwei hungrigen Kindern hinfahren sollte? Wir waren kürzlich vor Ort und haben den Gegenbeweis angetreten.

Zunächst vorab: Der Ort ist ein absolutes Wintersport-Highlight. Er liegt oberhalb des Rhonetals und liegt quasi direkt am Skigebiet. Gleich drei Gondelbahnen starten mitten im Ort und bringen uns direkt ins Skigebiet mit 140 markierten Pistenkilometern, das beim Pleine-Morte-Gletscher bis auf eine Seehöhe von 3000 m ü. M. reicht. Doch davon erfahrt ihr hier mehr!

Unser Hotel ist auf Familien und Sportlergruppen ausgerichtet, modern-stylisch ist es noch dazu. Die Alaïa Lodge liegt mitten im Ort – und nur knapp 150 Meter von der Gondelbahn Crans-Merbé-Cry d’Er entfernt, was uns gerade noch wichtiger ist. Früh morgens ist das ideal für einen kurzen Warm-Up bergan zur Talstation, am Abend geht’s beschwingt nach der Talabfahrt zum finalen Sprung unter die Dusche.

 

Wir machen einen Rundgang durch den Ort, spätwinterlich hat sich der Schnee schon zurückgezogen. Der Spaziergang führt uns in kurzer Zeit nach Crans – oder nach Montana. Wir wohnen mittendrin auf der südseitigen Sonnenterrasse hoch über Sierre drunten im Tal.

Was gibt’s neben ungezählten Einkehrmöglichkeiten, Sportshops und Galerien in und um Crans zu sehen? Das beeindruckende Alaïa Chalet ist für Familien ein wunderbarer Anlaufpunkt, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt. Ein Indoorspielplatz vor allem für größere Kids, der auf 5000 Quadratmetern für alle Könnensstufen die richtigen Jumps zu bieten hat. Wer kleinere Kinder hat, mag seine Kinder vielleicht für einige Pistenstunden in der Kinderkrippe für Touristen abgeben, wo Bibi, das bekannte Maskottchen-Murmeltier von Crans-Montana, Kindern zwischen 2 und 8 Jahren verschiedene Animationen, Spiele und Aktivitäten anbietet. Noch besser aber: Skifahren mit den Kids auf den blauen Anfängerpisten droben im Skigebiet.

In Montana auf der anderen, der östlichen Seite des Doppelortes wird an vielen Stellen immer noch die Luft der großen, weiten Skiwelt geatmet. Um den das Ortsbild prägenden Lac Grenon führt uns ein Rundweg hin zu den markanten Ortsbuchstaben – wie geschaffen für ein Selfie vor gigantomanischer Alpenkulisse. Hier finden wir auch das Hotel du Lac, das sich mit seinem außergewöhnlichen Retro-Inneren diesen Platz grad verdient hat. Yves Klingler ist nicht nur Hotelier, sondern auch Kafferöster, Bierbrauer und einer der Verfechter des nachhaltigen Wirtschaftens – und er erzählt wunderbare Geschichten, die man in seinem Brau-Röst-Garagenladen direkt am See hören kann.

Weiter gen Osten kommen wir zum Outdoor-Eisstadion und zum Casino – und in den Ortskern des Terassenortes mit einigen erlebenswerten Erlebnispunkten wie der traditionellen Bäckerei Taillens, an deren Süßwaren man nur schwer vorbeikommt, wenn man im hinteren Bereich des Restaurants seinen Nachmittagskaffee nehmen möchte :-)! Letzter Pflichttermin beim Ortsrundgang: Die Bergstation der Standseilbahn, die von Sierre auf der Direttissima in gut 4 km den Höhenunterschied von 927 m überwindet und dafür nur 12 Minuten braucht. Hinweis: Die Bahn mit Gleisen vom Beginn des vorigen Jahrhunderts wird derzeit erneuert und steht erst im kommenden Winter wieder bereit. Bis dahin fahren allerdings Busse im Extratakt…

Die sportliche Infrastruktur in Crans Montana sucht ihresgleichen. Rolltreppen bringen die Skifahrer von der Ortsstraße bis direkt vor den Gondel-Einstieg, die heimische Geschäftswelt ist auf Skifahrer, im Sommer auf Wanderer und Biker, eingestellt – und man kann sich wunderbar auf das Sporteln konzentrieren…

Bliebe noch das Thema der Reichen und Schönen… Ihr könnt unbesorgt sein, auch mit der Familienkutsche fallt ihr in Crans Montana nicht negativ auf, es sind ganz viele „ganz normale“ Menschen hier unterwegs. Die Zeiten, als Charlie Chaplin Ende der 1960er-Jahre hier urlaubte, Roger Moore hier lebte und starb und Alain Delon hier gerne zum Golfen ging, sind schon ein bisschen her. Gerüchten zufolge ist der französische Ex-Präsident Sarkozy gerne in der Region – aber darüber kriegt man nicht so recht etwas heraus. Und das ist auch gut so. Wir wollen uns ja schließlich auf das Skifahren konzentrieren… 🙂

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