Tipps Winter

Schon immer davon geträumt? Pistenbully-Fahren am Hochzeiger

Sie wiegen zwölf Tonnen, sind viereinhalb Meter breit, haben 500 PS – und schwärmen aus, wenn der Tag geht. Sechs martialische Mainzelmännchen sorgen im Pitztaler Wintersportgebiet Hochzeiger dafür, dass die Gäste am nächsten Morgen echte Traumpisten vorfinden. Was dahinter steckt und wo die wirklichen Herausforderungen liegen? Wer’s wissen will, kommt einfach mit. An drei Abenden die Woche können Urlauber*innen im Führerhaus direkt neben dem Pistenbully-Fahrer einchecken und live dabei sein, wenn das Abenteuer Berg beginnt (Kosten: 60 Euro pro Person, Dauer: ca. 30 Minuten).

 „Wir bieten den Blick hinter die Kulissen“, erklärt Friedrich Eiter, technischer Betriebsleiter der Hochzeiger Bergbahnen. Nachdem er schon seit Jahren in Technikführungen die Geheimnisse der Schneeproduktion offenbart, folgt er auch mit diesem Angebot dem Wunsch vieler Stammgäste, die einfach mehr wissen wollen. Und jetzt kommt Pistenchef Christian Kirchebner ins Spiel – für den eigentlich alles nur Alltag ist. Und der sich darüber wundert, dass es Pärchen gibt, die eine Pistenbully-Fahrt zum Heiratsantrag nutzen. „Aber im Prinzip zeigt das ja nur, wie schön wir es hier haben und wie besonders unsere Welt ist“, sagt er, bevor er durchstartet und wieder bei seinem Lieblingsthema ist: dem Schnee im Allgemeinen und im Besonderen.

Denn Schnee ist nicht gleich Schnee, sondern eine Wissenschaft für sich. Auch wer wegen des Motorengeräuschs im Pistenbully mal nicht alles versteht, weiß anschließend, dass Schattenflächen leicht zu präparieren sind, dass es aber die sonnige Südwestlage in sich hat: „Man muss den Schnee kurz austrocknen lassen, dann aber schnell beginnen, sonst bilden sich Eisknollen“, erklärt er und führt aus, dass ohnehin alles schon im November anfängt, wenn der erste Schnee fällt und man für ein ordentliches Fundament sorgen muss. „Nicht planieren, nur mit der Kette drüber, damit die Luft ausdämpfen kann. Sonst bildet sich Schwimmschnee, der nicht bindet – und das ist fatal“, beschreibt er den Super-Gau.

Christian Kirchebner und seine Mitarbeiter lernen in jedem Winter wieder neu dazu. Dabei sind sie längst geschätzte Experten und Expertinnen, bei denen neben dem österreichischen Ski-Nationalteam auch Mannschaften anderer Länder zwischen den einzelnen Weltcuprennen trainieren, weil sie die Kompetenz ebenso wie die Flexibilität am Hochzeiger schätzen. Ex-Skistar Benni Raich übrigens, der die Pisten am Hochzeiger so oft gefahren ist wie kein anderer auf der Welt, kann’s jetzt wirklich entspannt angehen. Er hat sich 2015 aus dem Rennzirkus verabschiedet – ein Jahr später als seine Frau Marlies Schild, mit der er zusammen im Pitztal wohnt.

Übrigens: Das Auto braucht am Hochzeiger niemand – Besucher entscheiden sich zwischen urigen Hütten im Skigebiet und Hotels am Pistenrand. Daher ist das Skigebiet, dem Gäste jüngst wieder das freundlichste Servicepersonal unter 44 österreichischen Skigebieten bescheinigten und dem die Expert*innen von skiresort.de soeben die Auszeichnung „Geheimtipp: Führendes Skigebiet bis 40 km Pisten“ verliehen haben, besonders bei Familien beliebt, die verschiedene Interessen unter einen Hut bekommen möchten. Während die abwechslungsreichen Pisten von sanft und breit bis richtig steil – wie am legendären „Zirbenfall“ mit 80 Prozent Gefälle – alles zu bieten haben, ist auch das Angebot der Schneesportschule Hochzeiger-Pitztal bestens abgestimmt. Skikurse für Kinder ab drei und für Kinder ab fünf Jahren, Erwachsenenskikurse auf sechs unterschiedlichen Niveaus vom Neuling bis zur Meisterstufe oder auch ein*e Privatskilehrer*in für die ganze Familie. Übrigens: Die Schneesportschule Hochzeiger-Pitztal ist mit dem Quality Award, dem Qualitätssiegel der Tiroler Skischulen, ausgezeichnet.

Oder wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem Snowboardkurs? „Unser Angebot ist so vielfältig wie die Bedürfnisse der Gäste“, sagt Rainer Schultes, der Chef der Schneesportschule. Apropos: Termine für geführte Skitouren (Einsteiger*innen) gibt’s einmal wöchentlich, Schnee-schuhwanderungen zweimal. Wer mag, lässt sich in den Umgang mit Snowbikes einführen oder versucht es mit Telemark.

Die Pistenbully-Fahrt mit Christian Kirchebner endet nebenbei bemerkt an der Mittelstation. Vielleicht noch auf einer Hütte einkehren, bevor es mit dem Schlitten oder auf Skiern zurück ins Tal geht? Das Abenteuer Berg ruft dann am nächsten Morgen wieder.

Preise

Die Hochzeiger Bergbahnen sind von 2. Dezember 2022 bis 15. April 2023 in Betrieb und bieten 40 Pistenkilometer. Der Tagesskipass kostet in der Nebensaison 35 Euro für Erwachsene, in der Hauptsaison 47 Euro. Kinder zahlen den ganzen Winter über 29 Euro. Mit dem Bambinipass gibt es im gesamten Pitztal für Kinder besonders günstige Konditionen. Kinder ab Jahrgang 2013 und jünger sind in Begleitung eines Elternteiles am Hochzeiger kostenlos unterwegs.

Über das Pitztal

Das Pitztal, das Dach Tirols, ist aufgrund seiner Höhenlage eines der wenigen wirklich schneesicheren Urlaubsziele im gesamten Alpenraum. Es liegt zwischen Ötztal und Kaunertal und bietet hochalpine Herausforderungen und Romantik pur. Der Pitztaler Gletscher, der höchste in ganz Tirol, reicht bis 3440 Meter hinauf und hat von September bis Mai geöffnet. Mit dem Gletscher verbunden ist das Skigebiet Riffelsee, das mit seinen steilen Abfahrten Fortgeschrittene lockt. Der Hochzeiger liegt ein paar Kilometer weiter talauswärts und punktet vor allem als Familien-Skigebiet mit zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Pistenrand.

Weitere Infos findet ihr hier: www.pitztal.com

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